| Insgesamt 15 Vollbauernhöfe prägten früher
das Leben des Dorfes.
Die Zahl der Höfe ist inzwischen auf fast die Hälfte
reduziert. Trotz dieser kleinen Gemeinschaft gab es In Eggestedt
bereits um 1750 eine Winterschule, die später auch von Brundorfer
Kindern besucht wurde.
Im Jahre 1892 erhielt der Ort ein neues Schulhaus. Die Eggestedter-Schule
war aufgrund der geringen Kinderzahl immer gefährdet. Während
des zweiten Weltkrieges mußte der Lehrer mit seinen acht Schulkindern
nach Schwanewede umziehen, wo die Klassen zusammengelegt wurden.
Eggestedt liegt in einem sehr interessanten geologischen Gebiet,
einem sogenannten eiszeitlichen Oos. Es handelt sich dabei um Schwemmsände,
die sich in den Schmelzwasserrinnen unterhalb eines Gletschers angesammelt
haben. Mit diesen Sand- und Kiesvorkommen ist Eggestedt - wie es
ein Chronist festhielt - zugleich gesegnet und gestraft. Nur wenige
kleine Orte haben ein so gut ausgebautes Straßennetz.
Auf zwei Eggestedter Höfen herrscht reges Leben und Treiben,
obwohl die Landwirtschaft aufgegeben wurde. In günstiger Lage
zu Bremen-Nord konnten sich die Schule Fresenbergstraße den
Birkenhof und die Volksschule Vegesack einen weiteren Hof als Schullandheim
einrichten. Den ersten Verkehrsanschluß erhielt Eggestedt
im Jahre 1882. 1954 wurde die Straße als Ost-West-Verbindung
des Kreises Osterholz erstellt.
In den 70er Jahren kam dann mit der Autobahn die Auffahrt Eggestedt
und damit der Anschluß an das überregionale Fernstraßennetz.
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